Ernährungsmythos

Um abzunehmen, muss man auf Kohlenhydrate verzichten! Wahr oder falsch?

Jeder hat doch schon einmal die Aussage gehört, dass man von Kohlenhydraten Gewicht zu nimmt. Doch keine wissenschaftliche Studie kann dies bestätigen.

Aber was sind eigentlich Kohlenhydrate? Und wofür braucht unser Körper sie?

Unsere Ernährung setzt sich aus den drei Hauptnährstoffen zusammen: Fette, Proteine und Kohlenhydrate

Kohlenhydrate setzen sich aus Zuckermolekülen zusammen (Fruktose, Galaktose, Glukose). Ein bestimmter Glukoseanteil im Blut (70 – 99 Milligramm pro Deziliter) ist für die Versorgung des Gehirns, der Nieren und der roten Blutkörperchen von besonderer Bedeutung. Nehmen wir Kohlenhydrate zum Beispiel in Form von Brot zu uns, steigt unser Blutzuckerspiegel an. Gleichzeitig schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus, um die Glukose aus dem Blut in die Körperzellen zu transportieren. Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel wieder.

Was passiert, wenn wir mehr Kohlenhydrate am Tag zu uns nehmen, als unser Körper braucht?

Der Körper speichert die „übrige“ Glukose in Form von Fett. Die logische Konsequenz aus sämtlichen Diäten: Keine Kohlenhydrate – kein Fett. Aber der Körper benötigt Kohlenhydrate, damit der Stoffwechsel läuft. Wer auf Kohlenhydrate verzichtet, ernährt sich einseitig und ungesund. Neben der Quantität zählt aber auch die Qualität. Die langkettigen Kohlenhydrate halten uns länger satt. Der Körper benötigt mehr Zeit, da er die Kohlenhydrate in einzelne Zuckermoleküle zerlegen muss, bevor die Glukose in das Blut übergeht.

In welchen Nahrungsmitteln tauchen die langkettigen Kohlenhydrate auf?

Zum Beispiel: Vollkornbrot, Hülsenfrüchte, Haferflocken, Naturreis und Kartoffeln

Fazit: Wenn wir uns ausgewogen ernähren, können wir mit ruhigem Gewissen Kohlenhydrate zu uns nehmen.