13. Elbwasserwerk Marathon Kaltehofe

Marathon KaltehofeDieser Lauf fand im Rahmen der Marathonserie „Lost Places“ auf der Hamburger Elbinsel Kaltehofe statt: Zwischen der Billwerder Bucht, der alten Dove Elbe, der Norderelbe und der Insel Wilhelmsburg.

Eher bekannt –wenn überhaupt- durch das ehemalige Filtrierwerk der Hamburger Wasserwerke, in dem sich heute ein Museum und ein Café befinden: ein Hamburger Unikat und deshalb schon sehenswert.

 

Der Lauf wird routiniert organisiert durch den Veranstalter Christian Hottas, einem ausgesprochenen Marathon-Aktivisten mit bisher unfassbaren 2.500 (zweitausendfünfhundert!) selbst erlaufenen Marathons. Es nehmen heute 25 Läufer/innen teil. Es ist alles entspannt und locker. Die meisten kennen sich. Lauftreffatmosphäre. 10 Minuten vor dem Start werden die Startgelder kassiert, die Startnummern ausgegeben, der Tisch mit der Verpflegung (heißer Tee, Cola, Kekse, Gummibärchen) aufgestellt. Dann noch schnell die Start/Ziel-Linie markiert, kurzer Hinweis zur Laufrichtung, noch ein Gruppenfoto und los geht’s.

Es ist neblig und nasskalt und das ändert sich auch nicht. Zwischen 2 und 6 Grad und windstill. Vereinzelt noch gefrorene Stellen auf dem 3,404 km langen Rundkurs, der um das stillgelegte Wasserwerkgelände Kaltehofe führt und zwölfmal einschließlich einer anfänglichen Schleife zu durchlaufen ist. Zuerst schmaler Wanderweg durch das Feuchtbiotop, dann aber gut zu laufender Asphalt auf dem Kaltehofer Hauptdeich und zurück entlang dem Hafen der Billwerder Bucht.

Langweilig wird es nicht: unterschiedliche Streckenführung, langsam beginnendes Leben am Holzhafen der Billwerder Bucht, gelegentlicher Smalltalk mit Marathonis, die heute alle „miteinander“ laufen, ein interessantes Hörbuch „im Ohr“ und vor allem immer wieder der Blick auf das ehemalige Wasserwerk mit den 15 Wasserbecken und wilhelminischen Filterhäuschen.

Nach 5:03 Stunden bin ich im Ziel, notiere meine Endzeit auf dem Laufprotokoll, verabschiede mich von den wenigen noch verbliebenen Läufer/innen und greife mir noch eine Handvoll Gummibärchen, fahre nach Hause und lasse ein entspanntes und außergewöhnliches Lauferlebnis hinter mir.

Peter Pünjer

Marathon Kaltehofe Peter Pünjer